
Bahamas
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Nassau, die Hauptstadt der Bahamas, liegt an der nordöstlichen Küste der Insel New Providence, einem Außenposten, der durch verschiedene Identitäten geschwungen ist: von einem spanischen Anspruch über eine britische Kolonie bis hin zu einem Piratennest – die berüchtigte Republik der Piraten blühte hier von 1706 bis 1718 unter Blackbeard und Charles Vane auf – und seit 1973 ist sie die Hauptstadt einer unabhängigen insularen Nation. Die pastellfarbenen Kolonialgebäude entlang der Bay Street und die Queen's Staircase, sech十五 Stufen, die im späten 18. Jahrhundert aus solidem Kalkstein von versklavten Menschen gemeißelt wurden, zeugen von einer vielschichtigen und komplexen Geschichte.
Das moderne Nassau vereint karibische Ungezwungenheit mit dem Glamour von Ferienorten. Paradise Island, das durch zwei Brücken mit Nassau verbunden ist, beherbergt das weitläufige Atlantis-Resort mit seinen marinen Lebensräumen, Wasserrutschen und einem Casino. Doch der wahre Charakter der Stadt liegt authentischer in ihrem Stadtzentrum: dem Strohhüttenmarkt, wo Händler Palmblattkörbe flechten, den Fischbratbuden am Arawak Cay und den bunten Holzhäusern, die den Hügel in Richtung Fort Charlotte hinaufklettern. Die National Art Gallery of the Bahamas, untergebracht in einem restaurierten Kolonialhaus, präsentiert bahamaische Künstler in einem Ambiente stiller Eleganz.
Die bahamaische Küche ist von der See geprägt. Die Muschel — ausgesprochen "konk" — ist die nationale Obsession und findet sich in verschiedenen Variationen wie gebratener Muschel (panierte und frittierte Muschel), Muschel-Bällchen, Muschel-Salat (ein karibisches Ceviche mit Limette, Paprika und Zwiebeln) und Muschel-Suppe. Am Arawak Cay, lokal bekannt als "the Fish Fry", servieren offene Imbissstände gebratenen Schnapper, gegrillten Hummer und Erbsen mit Reis, begleitet von Sky Juice (einem süßen Kokoswasser-Cocktail mit Gin). Guava Duff, ein gedämpfter Guaven-Dessert, überzogen mit Rumsoße, bildet das traditionelle süße Finale.
Die Gewässer rund um Nassau wimmeln von Meeresleben. Schnorcheln am nahegelegenen Rose Island offenbart Korallengärten und Ammenhaie. Der Exuma Cays Land and Sea Park, der als Tagesausflug erreichbar ist, zählt zu den unberührtesten Meeresreservaten der Welt. Blue Lagoon Island bietet Begegnungen mit Delfinen und abgelegene Strände. Für Geschichtsinteressierte lassen Fort Fincastle und das Pirates of Nassau Museum die gesetzlose goldene Ära der Stadt wieder aufleben.
Nassau gehört zu den meistbesuchten Kreuzfahrthäfen der Karibik und wird von renommierten Reedereien wie Carnival Cruise Line, Disney Cruise Line, Holland America Line, MSC Cruises, Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises, Princess Cruises, Regent Seven Seas Cruises und Royal Caribbean angefahren. Der neu erweiterte Nassau Cruise Port bietet ein malerisches Uferviertel mit erstklassigen Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten. Von Dezember bis April genießt man hier das trockenste und angenehmste Wetter, doch das tropische Klima der Bahamas macht Nassau zu einem ganzjährigen Reiseziel.








