
Ecuador
Dragon Hill, Santa Cruz Island, Galápagos
70 voyages
Der Dragon Hill ist einer der wenigen Besuchsorte auf der Insel Santa Cruz, der eine trockene Landung und einen Inlandweg durch das aride Ökosystem bietet, das einen Großteil der Galapagos-Tiefebene bedeckt – eine Landschaft aus Palo Santo-Bäumen, Feigenkaktussen und dem salztoleranten Gestrüpp, das die Küstenregionen der Inseln dominiert. Der Ort verdankt seinen Namen den Landleguanen, die hier nach ihrer Ausrottung durch streunende Hunde in den 1970er Jahren wieder angesiedelt wurden – eine Erfolgsgeschichte des Naturschutzes, die sowohl die Verwundbarkeit als auch die Widerstandsfähigkeit der einzigartigen Tierwelt der Galapagos-Inseln verdeutlicht. Heute gedeiht die Population der Dragon Hill-Landleguane, und Begegnungen mit diesen goldschuppigen Reptilien sind entlang des Pfades nahezu garantiert.
Die Landung am Dragon Hill bringt die Besucher an einen kleinen Strand neben einer brackigen Lagune, wo Flamingos – eine überraschend elegante Ergänzung zu den Charakteren der Galapagos-Inseln – durch das flache Wasser waten, ihr rosa Gefieder im stillen Wasser spiegelnd. Die größeren Flamingos der Galapagos sind eine kleine, ansässige Population, die sich von den Salinenkrebsen und Algen der Küstlagunen des Archipels ernährt. Ihre Anwesenheit verleiht dem Ökosystem, das gemeinhin mit Reptilien und Seevögeln assoziiert wird, einen unerwarteten Hauch tropischer Farben. Die Lagune zieht auch Schnatterenten, Schwarzhalstümpel und gelegentlich einen großen blauen Reiher an, was sie zu einem lohnenden Vogelbeobachtungsstopp macht, bevor der Wanderweg ins Landesinnere beginnt.
Der Pfad von der Lagune steigt allmählich durch karge Strauchlandschaften zu einem Aussichtspunkt auf dem Hügel an, der die Westküste von Santa Cruz und die fernen Silhouetten der westlichen Inseln – Isabela und Fernandina – am Horizont offenbart. Entlang des Weges stehen Palo Santo-Bäume in ihrem charakteristischen, blattlosen Zustand mit weißer Rinde während der Trockenzeit, ihre gespenstischen Formen kontrastieren mit den grünen Rosetten der Kakteen und dem rostrot gefärbten Bodenbelag. Landleguane – schwerer und terrestrischer als ihre marinen Verwandten – sonnen sich auf dem Pfad, ihr territoriales Kopf-nicken und ihre bedächtigen Bewegungen bieten hervorragende Fotomöglichkeiten. Die symbiotische Beziehung der Leguane zu Darwins Finken – die kleinen Vögel sitzen auf den Rücken und Köpfen der Leguane und picken parasitäre Zecken ab – ist hier häufig zu beobachten und veranschaulicht die ökologischen Verbindungen, die Darwin so faszinierend fand.
Das Schnorcheln am Dragon Hill ist eine hervorragende Ergänzung zum Landerlebnis. Die felsige Küstenlinie neben dem Landestrand bietet Zugang zu einer marinen Umgebung, in der Seelöwen, Meeresechsen, Meeresschildkröten und Riff-Fische häufig anzutreffen sind. Die Wasserqualität ist in der Regel gut, und das Fehlen starker Strömungen macht Dragon Hill zu einem der zugänglichsten Schnorchelplätze in den Galapagos-Inseln für Besucher mit unterschiedlichen Erfahrungslevels. Die Kombination aus einer Lagune mit Flamingos, einem Inlandweg mit Landleguanen und einer Küstenlinie mit Meereswildtieren macht Dragon Hill zu einem der vielfältigsten Einzelbesuchsorte im Archipel.
Dragon Hill wird von Celebrity Cruises auf Galapagos-Reiserouten besucht, mit trockenen Landungen per Zodiac. Alle Besuche werden von zertifizierten Naturführern des Galapagos-Nationalparks begleitet, die die Gruppengrößen und den Zugang zu den Wegen regulieren, um die Auswirkungen auf das fragile Ökosystem zu minimieren. Die Trockenzeit von Juni bis November bietet die besten Möglichkeiten zur Beobachtung von Landleguanen und die dramatischsten Landschaften der Trockenregion, während die warme Saison von Dezember bis Mai gelegentliche Regenfälle mit sich bringt, die die Vegetation ergrünen lassen und die Flamingolagunen fotogener machen.
