
Frankreich
St Nazaire
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An der Mündung der Loire strahlt Saint-Nazaire eine industrielle Pracht aus, die es von den malerischen französischen Hafenstädten abhebt. Diese Stadt ist geprägt von ihren Werften — den Chantiers de l'Atlantique, die die Normandie, die France und die heutigen Mega-Schiffe aus riesigen überdachten Trockendocks hervorgebracht haben. Für jeden, der sich für maritime Ingenieurskunst interessiert, ist Saint-Nazaire ein Wallfahrtsort.
Das moderne Erscheinungsbild der Stadt spiegelt die Zerstörungen des Krieges wider. Schwer bombardiert, um deutsche U-Boot-Bunker — massive Betonstrukturen, die bis heute stehen — zu zerstören, wurde Saint-Nazaire im funktionalistischen Stil der 1950er Jahre wiederaufgebaut. Die U-Boot-Basis wurde brillant umgenutzt: Ihre weitläufigen Innenräume beherbergen nun das Museum Escal'Atlantic, das die Transatlantikreise mit theatralischem Flair neu inszeniert.
Die kulinarischen Traditionen der Loire-Mündung vereinen das Beste aus der Bretagne und dem Loiretal. Fruits de mer — Austern, Muscheln, Langustinen und außergewöhnliche Flusskrebs — werden mit Hingabe genossen. Beurre blanc begleitet Flussfische in Zubereitungen, die zeigen, warum die Loire als der "Garten Frankreichs" bezeichnet wird. Muscadet bietet mit seinen salzigen Noten die essentielle Begleitung.
Jenseits der Werften offenbart die Küste eine bemerkenswerte Schönheit. La Baule begeistert mit neun Kilometern feinem Sandstrand. Der Regionalpark Brière lädt zu Bootsausflügen durch jahrhundertealte Feuchtgebiete ein. Die mittelalterlichen Mauern von Guérande umschließen eine Stadt, die berühmt ist für ihr von Hand geerntetes Fleur de Sel.
Kreuzfahrtschiffe legen im Handelsport mit modernen Terminalanlagen an. Von Mai bis September herrschen die angenehmsten Bedingungen (18-25°C). Die Schlösser der Loire-Region sind als Tagesausflüge erreichbar. Der TGV verbindet die Region in etwa 2,5 Stunden mit Paris.


