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Bamberg, seit 1993 UNESCO-Weltkulturerbe, wird oft als das "fränkische Rom" bezeichnet, aufgrund der sieben Hügel, auf denen es erbaut wurde – ein Echo der ewigen Stadt, das absichtlich geschaffen wurde, da die mittelalterlichen Bischofsprinzen, die hier herrschten, bestrebt waren, ein zweites Rom nördlich der Alpen zu schaffen. Der Bamberger Dom, eine romanisch-gotische Kathedrale mit vier Türmen, die 1012 geweiht wurde, beherbergt den rätselhaften Bamberger Reiter, eine Reiterstatue aus dem 13. Jahrhundert, deren Identität seit Jahrhunderten debattiert wird. Das Alte Rathaus, vielleicht das am häufigsten fotografierte Gebäude Bambergs, steht auf einer künstlichen Insel im Regnitzfluss, sein Fachwerkobergeschoss ragt mutig über das Wasser hinaus, während seine Fassaden mit üppigen Trompe-l'œil-Fresken geschmückt sind.
Die Altstadt von Bamberg hat den Zweiten Weltkrieg nahezu unversehrt überstanden und bewahrt ein mittelalterliches und barockes Stadtbild von außergewöhnlicher Kohärenz. Die Bergstadt gruppiert sich um den Dom mit seinen Bischofsresidenzen und der Neuen Residenz, deren Rosengarten einen Blick über ein Meer von roten Ziegeldächern bietet. Die Inselstadt erstreckt sich über die Regnitzinseln, wo einst Händler und Handwerker lebten, während Klein Venedig – eine Reihe von Fachwerkhäusern der Fischer entlang des Flusses – eine der charmantesten Uferlandschaften Deutschlands bietet. Die Straßen der Stadt sind bemerkenswert frei von modernen Eingriffen; ein Spaziergang durch Bamberg fühlt sich weniger an wie der Besuch eines erhaltenen Denkmals, sondern vielmehr wie das Leben in einem lebendigen mittelalterlichen Gemälde.
Bamberg ist Deutschlands inoffizielle Bierhauptstadt, mit einer Brautradition, die bis ins Jahr 1093 zurückreicht, und elf Brauereien, die noch innerhalb der Stadtgrenzen tätig sind – mehr pro Kopf als irgendwo sonst im Land. Das charakteristische Bier der Stadt ist das Rauchbier, ein dunkles Lager mit einem markanten rauchigen Geschmack, der von über Buchenholzfeuern getrocknetem Malz stammt. Die legendäre Brauerei-Schänke Schlenkerla, untergebracht in einem gewölbten mittelalterlichen Keller, serviert ihr Aecht Schlenkerla Rauchbier seit 1405 – das Erlebnis, diesen flüssigen Rauch unter steinernen Bögen zu genießen, ist unvergleichlich. Die fränkische Küche passt perfekt dazu: Schäufele (gebratenes Schweineschulter mit knuspriger Kruste), Bratwurst, die über Buchenholzkohle gegrillt wird, und Obatzda (ein cremiger Käseaufstrich, gewürzt mit Paprika und Zwiebeln) sind ideale Begleiter zum Bier.
Tagesausflüge von Bamberg erkunden das reiche Gewebe Frankens. Die barocke Wallfahrtskirche Vierzehnheiligen, entworfen von Balthasar Neumann, gilt als eines der Meisterwerke des süddeutschen Barock. Die mittelalterliche Stadt Rothenburg ob der Tauber, mit ihren perfekt erhaltenen Fachwerkhäusern und dem Weihnachtsmuseum, liegt nur neunzig Minuten im Süden. Nürnberg, mit seiner Kaiserburg, dem Germanischen Nationalmuseum und dem eindringlichen Dokumentationszentrum auf dem Gelände der Reichsparteitage, ist weniger als eine Stunde entfernt. Die fränkische Weinregion entlang des Mains, bekannt für ihren trockenen Silvaner, der in charakteristischen Bocksbeutel-Flaschen serviert wird, bietet einen sanften Kontrapunkt zur Bierkultur Bambergs.
Bamberg ist ein beliebter Halt auf den Flusskreuzfahrten des Main-Donau-Kanals und der Rhein-Main-Donau, bedient von AmaWaterways, APT Cruising, Avalon Waterways, CroisiEurope, Emerald Cruises, Riviera Travel, Scenic River Cruises, Tauck, Uniworld River Cruises, Viking und VIVA Cruises. Nahegelegene Hafenstädte sind Nürnberg, Würzburg und Passau. Die Flusskreuzfahrtsaison erstreckt sich von April bis Oktober, wobei die Weihnachtsmarktsaison Ende November und Dezember eine magische Dimension hinzufügt.








