
Deutschland
Cologne
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Köln – so der Name seiner Bewohner – wurde 50 n. Chr. auf Befehl der Kaiserin Agrippina als römische Kolonie Colonia Claudia Ara Agrippinensium gegründet und zählt damit zu den ältesten Städten Deutschlands. Jahrhunderte lang war sie die größte Stadt nördlich der Alpen und ein zentraler Knotenpunkt des mittelalterlichen Handels am Rhein. Ihr zwiebelspitziger gotischer Dom, der Kölner Dom, benötigte über sechshundert Jahre für seine Vollendung – vom Grundstein, der 1248 gelegt wurde, bis zur endgültigen Weihe im Jahr 1880 – und bleibt das majestätische Zentrum der Stadt, ein UNESCO-Weltkulturerbe, das von nahezu jeder Ecke der Stadt sichtbar ist.
Was Besucher in Köln sofort auffällt, ist die Herzlichkeit und Geselligkeit, ein Charakterzug, den die Einheimischen als Kölsche Gemütlichkeit bezeichnen. Trotz der nahezu vollständigen Zerstörung im Zweiten Weltkrieg – neunzig Prozent der Altstadt wurden dem Erdboden gleichgemacht – hat sich Köln mit einem Geist wiederaufgebaut, der Respekt vor der Geschichte mit einer zukunftsorientierten Energie verbindet. Die romanischen Kirchen, zwölf an der Zahl, die entlang der alten Stadtmauern aufgereiht sind, wurden mit großer Sorgfalt restauriert. Das Museum Ludwig beherbergt eine der besten Sammlungen moderner Kunst in Europa, darunter bedeutende Werke von Warhol und Lichtenstein, während das Schokoladenmuseum auf der Rheinhalbinsel die Geschichte des Kakaos von aztekischen Ritualen bis zu belgischen Pralinen nachzeichnet.
Die kulinarische Seele Kölns dreht sich um das Brauhaus – traditionelle Brauereigaststätten, in denen Kellner in blauen Schürzen kleine Gläser Kölsch, das charakteristische helle Bier der Stadt, ohne Aufforderung zu Ihrem Tisch bringen. Die klassische Begleitung ist Himmel un Ääd – Kartoffelbrei mit Apfelmus und Blutwurst. Das Viertel Ehrenfeld hat sich als kreatives Gastronomieviertel der Stadt etabliert, in dem levantinische, japanische und moderne deutsche Küchen sich die gepflasterten Straßen teilen. Während der Karnevalszeit bricht die gesamte Stadt in Kostümparaden aus, und die Nachfrage nach Krapfen erreicht ihren Höhepunkt.
Bonn, Beethovens Geburtsort und ehemalige Hauptstadt Westdeutschlands, liegt nur fünfundzwanzig Minuten mit dem Zug südlich. Der Drachenfels, eine Ruine auf einem vulkanischen Hügel mit Blick auf den Rhein, ist einen vierzigminütigen Ausflug wert, der mit atemberaubenden Panoramen des Flusses belohnt. Das Ahrtal, eine der nördlichsten Rotweinregionen Deutschlands, ist eine Stunde Autofahrt nach Süden entfernt und bietet hervorragende Spätburgunder-Verkostungen.
Köln ist ein bedeutender Knotenpunkt für Rhein-Kreuzfahrten und beherbergt renommierte Anbieter wie A-ROSA, AmaWaterways, Avalon Waterways, Celebrity Cruises, CroisiEurope, Emerald Cruises, P&O Cruises, Riviera Travel, Scenic River Cruises, Tauck, Uniworld River Cruises, Viking und VIVA Cruises. Die zentrale Lage am Rhein macht es zu einem natürlichen Ausgangspunkt für sowohl nordwärts gerichtete Reisen nach Amsterdam als auch südwärts führende Fahrten durch die Rheinschlucht nach Basel. Die Weihnachtsmärkte von Ende November bis Dezember sind legendär, doch der späte Frühling und der frühe Herbst bieten ideales Wetter für Flusskreuzfahrten.








