
Deutschland
Hamburg, Germany
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Die Geschichte Hamburgs beginnt mit der Errichtung der Hammaburg-Festung durch Karl den Großen im neunten Jahrhundert, die einen Brückenkopf für den Vorstoß des Christentums nach Skandinavien und in den slawischen Osten etablierte. Im dreizehnten Jahrhundert war die Stadt Gründungsmitglied der Hanse, der mächtigen Handelskonföderation, die dreihundert Jahre lang den nordeuropäischen Handel dominierte. Obwohl alliierte Luftangriffe 1943 einen Großteil der Stadt verwüsteten, baute Hamburg mit charakteristischem Pragmatismus und Flair wieder auf, und heute ist Deutschlands zweitgrößte Stadt eine maritime Metropole, in der rote Backsteinlagerhäuser, moderne Architektur und die unermüdliche Aktivität des drittgrößten Hafens Europas eine rastlos kreative urbane Symphonie komponieren.
Die Speicherstadt, das größte Lagerhausviertel der Welt, das auf Pfahlgründungen aus Holz errichtet wurde, ist ein UNESCO-Weltkulturerbe von neogotischer Pracht, das sich entlang schmaler Kanäle erstreckt. Unmittelbar angrenzend daran befindet sich die HafenCity — das größte innerstädtische Stadtentwicklungsprojekt Europas — das in der Elbphilharmonie gipfelt, einem Konzertsaal, entworfen von Herzog & de Meuron, dessen wellenförmige Glaskrone auf einem Lagerhaus aus den 1960er Jahren zu Hamburgs prägendem Wahrzeichen geworden ist. Die Alsterseen, zwei Gewässer im Herzen der Stadt, verleihen eine fast skandinavische Gelassenheit, ihre Ufer gesäumt von prächtigen Villen, Segelclubs und Café-Terrassen.
Hamburgs kulinarische Identität ist im Hafen verwurzelt. Der Fischmarkt, der seit 1703 jeden Sonntagmorgen stattfindet, ist eine rauschende Feier, bei der Fischhändler ihre Waren in theatralischem Deutsch versteigern. Hier repräsentieren Aalsuppe (Aalsuppe), Labskaus (ein Matrosen-Eintopf aus Corned Beef, Rote Beete und Kartoffeln, garniert mit Rollmops und einem Spiegelei) und Finkenwerder Scholle (Scholle, gebacken mit Speck und Garnelen) Jahrhunderte norddeutscher Küchentradition. Das Portugiesenviertel entlang der Ditmar-Koel-Straße summt vor portugiesischen Restaurants – ein Erbe der iberischen Seefahrer, die sich hier niederließen – und serviert Bacalhau und gegrillte Sardinen. Für etwas Süßes ist das Franzbrötchen, Hamburgs charakteristische Zimtschnecke, in Bäckereien in der ganzen Stadt erhältlich.
Tagesausflüge von Hamburg offenbaren die Vielfalt Norddeutschlands. Lübeck, die ehemalige Königin der Hanse, liegt nur eine Stunde nordöstlich, ihre mittelalterliche Altstadt mit den giebelständigen Kaufmannshäusern ist ein UNESCO-Weltkulturerbe und berühmt für das Niederegger Marzipan. Die Nordseeinsel Sylt, die in drei Stunden mit dem Zug erreichbar ist, bietet von Dünen gesäumte Strände, mit Michelin-Sternen ausgezeichnete Restaurants und erfrischende Winde. Nähere Umgebung, das Alte Land — die größte zusammenhängende Obstbauregion Europas — erstreckt sich entlang des südlichen Elbufer mit Kirsch- und Apfelplantagen, die jeden Mai in strahlendem Weiß erblühen.
Hamburg ist sowohl ein Wendepunkt als auch ein bedeutender Hafen für nordeuropäische und transatlantische Routen. AIDA, Ambassador Cruise Line, Azamara, Costa Cruises, Crystal Cruises, Cunard, Explora Journeys, Fred Olsen Cruise Lines, Hapag-Lloyd Cruises, Hurtigruten, HX Expeditions, MSC Cruises, Norwegian Cruise Line, Oceania Cruises, P&O Cruises, Princess Cruises, Regent Seven Seas Cruises, Royal Caribbean, Seabourn, TUI Cruises Mein Schiff, Virgin Voyages und VIVA Cruises operieren von den Kreuzfahrtterminals der Stadt oder legen dort an. Die Saison erstreckt sich von April bis Oktober, mit den längsten und wärmsten Tagen im Juni und Juli – ideal für einen Spaziergang entlang der Kanäle der Speicherstadt und um ein Open-Air-Konzert auf dem Elbphilharmonie-Platz zu genießen.








