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Straubing ist eine bayerische Stadt an der Donau, die die mittelalterliche Marktplatzatmosphäre bewahrt hat, die München dem kosmopolitischen Ehrgeiz geopfert hat. Diese niederbayerische Siedlung mit 48.000 Einwohnern, die sich zwischen Regensburg und Passau befindet, hat ihre architektonische Identität mit einer Treue bewahrt, die sie zu einer der atmosphärischsten Kleinstädte an der gesamten Donau macht.
Der Stadtturm — der Stadtturm, der aus dem Zentrum des länglichen Marktplatzes emporragt — bietet den visuellen Anker für eine Stadtlandschaft, die sich seit der Gotik bemerkenswert wenig verändert hat. Der Platz selbst, einer der längsten und schönsten in Bayern, ist gesäumt von Bürgerhäusern, deren bemalte Fassaden, ornamentale Giebel und arkadierte Erdgeschosse ein lebendiges Lehrbuch der bayerischen Handelsarchitektur vom vierzehnten bis zum achtzehnten Jahrhundert schaffen.
Das Gäubodenmuseum beherbergt einen der bedeutendsten römischen Schatzfunde in Bayern – den Straubinger Römer-Schatz, eine Sammlung von Parade-Rüstungen und Kultgegenständen, die 1950 entdeckt wurde und die Raffinesse des römischen Militärlebens an der Donaugrenze demonstriert. Die Ursulinenkirche, ein Meisterwerk der Brüder Asam, deren bayerisch-rokokoklassizistische Innenräume den Stil in seiner berauschendsten Form repräsentieren, bietet das spektakulärste Innere der Stadt.
Uniworld River Cruises inkludiert Straubing in seinen Donau-Reiserouten. Das jährliche Gäubodenvolksfest, das jeden August stattfindet, ist das zweitgrößte Volksfest Bayerns nach dem Münchner Oktoberfest – es serviert dasselbe Bier, Würste und gemeinschaftliche Ausgelassenheit, jedoch mit einem Bruchteil der Menschenmengen.
Von Mai bis Oktober herrschen die besten Bedingungen. Straubing ist das Bayern, das existierte, bevor der Tourismus es entdeckte – eine Marktstadt voller römischer Schätze, Rokoko-Kirchen und Biergärten an der Donau, die bayerische Gemütlichkeit praktiziert, ohne sie zur Schau zu stellen.
