
Montserrat
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Montserrat ist die Karibikinsel, die die Zeit – und einen Vulkan – fast vergessen hat. Im Jahr 1995 erwachte der Soufrière-Hills-Vulkan zu neuem Leben, und in den folgenden Jahren begruben seine pyroklastischen Ströme die Hauptstadt Plymouth unter Metern von Asche, wodurch die südlichen zwei Drittel der Insel zur Sperrzone wurden. Heute ist Montserrat eines der außergewöhnlichsten Reiseziele der Kleinen Antillen: ein Ort, an dem eine lebendige, widerstandsfähige Gemeinschaft im Norden wiederaufgebaut wurde, während die gespenstischen Ruinen von Plymouth – manchmal als das "Pompeji der Karibik" bezeichnet – in vulkanischer Zeit eingefroren bleiben.
Little Bay, an der nordwestlichen Küste, hat sich als neues Zentrum Montserrats herauskristallisiert. Die Stadt ist bescheiden, doch die Herzlichkeit der Montserrater Menschen macht dies mehr als wett. Dies ist ein britisches Überseegebiet mit einer irischen Seele: Afrikanische Sklaven, die von irischen katholischen Siedlern im siebzehnten Jahrhundert gebracht wurden, schufen eine einzigartige afro-irische Kultur, die in Nachnamen wie Sweeney und Riley, im Kleeblatt auf dem Wappen der Insel und in der jährlichen St. Patrick's Day Feierlichkeit überlebt.
Die Küche Montserrats ist herzhaft und verkörpert die Aromen der Karibik. Goat Water – ein dicker, gewürzter Eintopf – ist das Nationalgericht. Frischer Fisch wird gegrillt, geschmort oder als Kokosmilchsuppe serviert. Rum Punch, zubereitet mit dem hauseigenen Rum der Insel und saisonalen Früchten, begleitet jeden Sonnenuntergang.
Der nördliche Teil Montserrats ist eine üppige Landschaft aus Regenwald, heißen Quellen und Wanderwegen. Die Centre Hills beherbergen die endemische Montserrat-Oriole. Das Montserrat Volcano Observatory bietet fesselnde wissenschaftliche Briefings. Bootstouren entlang der Küste der Ausschlusszone enthüllen die teilweise begrabenen Ruinen von Plymouth aus dem Meer.
Little Bay ist ein Anlaufhafen für Emerald Yacht Cruises, Explora Journeys, Seabourn und Silversea. Die beste Reisezeit ist von Dezember bis Mai, wenn das trockene Wetter die besten Ausblicke auf den Vulkan bietet.
