
Vereinigte Staaten
Lihue, Kauai Island, Hawaii
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Kauai ist die älteste der Hauptinseln Hawaiis, und Lihue, der bescheidene Sitz des Landkreises, dient als Tor zu einer Landschaft, die so üppig und dramatisch ist, dass sie den Spitznamen "Die Garteninsel" erhielt. Vor etwa fünf Millionen Jahren von einem einzigen massiven Vulkan geformt, hatte Kauai länger als jede seiner Schwesterninseln Zeit, um Regen, Wind und Flüsse seine Oberfläche in ein Terrain von außergewöhnlicher Komplexität zu meißeln – von den schwindelerregenden Klippen der Na Pali Küste bis zu den rostrot gefärbten Tiefen des Waimea Canyons, von Regenwäldern, die über 450 Zoll jährlichen Niederschlag empfangen, bis zu sonnenverwöhnten Stränden aus goldenem und rotem Sand.
Lihue selbst ist eine bescheidene Stadt, die sich um ein historisches Zuckerplantagenviertel gruppiert. Ihre niedrigeren Gebäude und lokalen Geschäfte spiegeln ein Lebensgefühl wider, das bewusst langsamer ist als das urbane Treiben von Oahu oder der Glanz der Resorts auf Maui. Das Kauai Museum, untergebracht in einem Gebäude aus Lavagestein im Stadtzentrum, erzählt die Geschichte der Insel von der polynesischen Besiedlung über die Zuckerära bis zur Gegenwart. Der Kalapaki Beach, eine geschützte Sandbucht, die dem Nawiliwili Hafen zugewandt ist, bietet sicheres Schwimmen und Ausblicke auf den Hoary Head Grat. Der Hafen dient als Kreuzfahrthafen der Insel, wo Schiffe vor der Kulisse von smaragdgrünen Bergen ankern, die in Wolken gehüllt sind – eine Ankunftsszene, die zu den visuell beeindruckendsten im Pazifischen Kreuzfahrtbereich zählt.
Kauais Esskultur schöpft aus dem polynesischen, japanischen, philippinischen und portugiesischen Erbe der Insel. Das Plate Lunch – ein Karton Reis, Macaroni-Salat und eine Proteinbeilage wie Kalua-Schweinefleisch, Chicken Katsu oder Laulau – bleibt die alltägliche Mahlzeit der Insel, serviert von Straßenständen und lässigen Restaurants mit einer Großzügigkeit, die den hawaiianischen Aloha-Geist widerspiegelt. Fish Tacos vom Kauai Fish Market in Lihue präsentieren die außergewöhnlichen Meeresfrüchte der Insel – Ahi, Ono und Mahi-Mahi, die in den Gewässern des Kanals gefangen werden. Für ein raffinierteres Erlebnis bieten Hukilau Lanai in Kapaa und Tidepools im Grand Hyatt in Poipu kreative hawaiianisch-regionale Küche in Umgebungen, die die natürliche Schönheit der Insel optimal zur Geltung bringen. Shave Ice – insbesondere die Version von Jo-Jo's in Waimea, hergestellt mit frischen Fruchtsirups der Insel – ist ein absolutes Muss.
Die natürlichen Attraktionen der Insel bedürfen keiner Ausschmückung. Die Na Pali Küste, ein fünfzehn Meilen langer Streifen aus geflammten Klippen, die sich 4.000 Fuß aus dem Pazifik erheben, ist nur mit dem Boot, dem Hubschrauber oder dem herausfordernden elf Meilen langen Kalalau Trail zugänglich – und auf jede Art und Weise ist sie eine der spektakulärsten Küstenlinien der Erde. Der Waimea Canyon, zehn Meilen lang und 3.600 Fuß tief, erstrahlt in Bändern aus Rot, Orange und Grün, die Mark Twain angeblich als "den Grand Canyon des Pazifiks" bezeichnete. Die Fern Grotte, eine Lavahöhle, die mit tropischen Farnen behangen ist, wird durch eine Flusskreuzfahrt auf dem Wailua River erreicht. Und die Hanalei Bay, ein Halbmond aus goldenem Sand, umgeben von Taro-Feldern und wasserfallgeschmückten Bergen, könnte der schönste Strandort in ganz Hawaii sein.
Lihue ist der Hauptkreuzfahrthafen und das Flughafen-Drehkreuz von Kauai. Die beste Zeit für einen Besuch ist die Trockenzeit von April bis September, wenn der Niederschlag geringer und die Bedingungen auf dem Meer ruhiger sind – besonders wichtig für die Bootstouren entlang der Na Pali Küste, die hauptsächlich im Sommer stattfinden. Die Wintermonate (November bis März) bringen größere Wellen an die Nordküste, die Walbeobachtungssaison (Buckelwale wandern aus Alaska) und eine üppigere Vegetation durch den erhöhten Niederschlag. Kauai empfängt deutlich weniger Besucher als Oahu oder Maui, was eine Ruhe bewahrt, die es zur Lieblingsinsel vieler Reisender in Hawaii macht.
